Gottfried Hennecke wurde am 19. Juli 1904 in Werl geboren. Nach seiner Schulausbildung wurde er Betriebsleiter. Sein Vater hatte in Himmelpforten 1919 die Papierfabrik von Schulte-Günne gepachtet, 1924 gekauft und ein Sägewerk errichtet. Durch die Möhnekatastrophe wurde alles zerstört. Die Papiermühle wurde in Himmelpforten wieder aufgebaut und war bis 1959 in Betrieb. Das Sägewerk wurde auf dem Platz des heutigen Sportparks errichtet und war bis 1986 in Betrieb. Er war verheiratet mit Elisabeth, geb. Wegener. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Am Zweiten Weltkrieg nahm Gottfried Hennecke von Anfang an als Soldat teil. 1939 machte er am Polenfeldzug mit, später wurde er auch an der russischen Front eingesetzt. Dort bekam er eine Blutvergiftung. Nach der Genesung in der Heimat war er bis zum Schluss des Krieges Soldat in Norwegen. Der Schützenbruderschaft Niederense trat er 1935 bei. Bei der ausserordentlichen Generalversammlung am 6. September 1947 war Gottfried Hennecke zunächst nicht anwesend. Der frühere Oberst Franz Floret hatte Theodor Heimann gebeten, Gottfried Hennecke mit in die Versammlung zu bringen, was ihm auch nach einer Stunde gelang. Hier erfuhr Gottfried Hennecke von dem Wunsch der Schützenbruderschaft, ihn zum Brudermeister zu wählen. Nach langem Sträuben und Zögern nahm er dann unter starken Beifall der Versammlung die Wahl an. Im Jahre 1951 hatte auf Grund des Antrags des Brudermeisters Gottfried Hennecke sich jeder Schützenbruder verpflichtet, 5 Arbeitsstunden zur Errichtung einer Gedenkstätte auf dem zerstörten Kirchengrundstück in Himmelpforten zu leisten. Am 13. Juli 1958 wurde ihm vom stellvertretenden Brudermeister Ernst Söbbeler eine Urkunde für die 10 jährige Brudermeister Tätigkeit verliehen. 1960 wurde ihm für seinen verdienstvollen Einsatz an der Mehrzweckhalle von dem Bürgermeister Theodor Heimann ein Wappenteller der Gemeinde überreicht. 1963 war er wiederum mit der Schützenbruderschaft massgebend am Errichten des Mahnmals in Himmelpforten beteiligt. Neben den zahlreichen Kleidersammlungen für Pater Rudolf Rahmann und dem Einsatz für kirchliche und religiösen Anlässe war Gottfried Hennecke immer bemüht, den Worten Glaube, Sitte und Heimat in der Bruderschaft wieder neue Bedeutung zu geben. Sein Nachfolger Hans Puppe würdigte in besonderer Weise die Verdienste des ausscheidenden Brudermeisters Gottfried Hennecke. In Würdigung seiner Verdienste und Anerkennung für seine geleistete Arbeit wurde Gottfried Hennecke unter grossen Beifall der Versammlung zum Ehrenbrudermeister ernannt. Gottfried Hennecke starb am 17. Dezember 1976 in Werl.