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¬ Die Bruderschaft | Ehrenmitglieder

Friedrich Scheven

Friedrich SchevenFriedrich Scheven wurde am 17. März 1865 geboren. Sein Vater Heinrich Scheven hatte 1874 ein Spezialunternehmen für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung gegründet, in dem auch er beschäftigt war. Vom letzten Besitzer des Gutes Himmelpforten, dem Landwirt August Schulte-Günne, hatte Friedrich Scheven 1919 den Gutshof und einen Teil der ehemals zum Kloster gehörenden Ländereien erworben. Der Kauf wurde durch Notariatsvertrag vom 18. August 1919 besiegelt. Zu dem Gut gehörten 380 Morgen Land. Friedrich Scheven liess die verfallenen Gebäude renovieren und z.t. neu aufbauen. Er ging bis zum Jahre 1933 zu einer rationellen Bewirtschaftung des Gutes über. Dann wurde dieses an den Landwirt Fritz Kersting verpachtet. Fritz Scheven war verheiratet mit Lore Scheven. Da die Ehe kinderlos blieb, adoptierten sie Lore Tegge. Am gleichen Tag wurde ein Erbvertrag zwischen Friedrich und Lore Scheven abgeschlossen. Friedrich Scheven trat 1921 der Schützenbruderschaft Niederense bei. Nach der Verselbständigung der Niederenser Bruderschaft musste eine neue Fahne angeschafft werden. Die Fahne und der Fahnenschrank waren bei der Bruderschaft Oberense geblieben. Friedrich Scheven stiftete die neue Fahne, angefertigt bei der Firma Brodmann in Hildesheim. Sie konnte bereits in der Generalversammlung am 5. März 1922 vorgestellt werden. Aus Freude und Dankbarkeit wurde er für seine Verdienste um die Bruderschaft zum Ehrenmitglied ernannt. Am 24. Dezember 1934 verstarb Friedrich Scheven nach langem Leiden. Ihm wurde in Himmelpforten eine würdige Trauerfeier bereitet und der Sarg mit seinem Leichnam zu Fuss bis auf die Höhe oberhalb des Hofes Söbbeler begleitet. Die Einäscherung fand im Krematorium Dortmund statt. Die Urne wurde einige Wochen später auf dem Nordfriedhof in Düsseldorf in der Familiengruft Scheven beigesetzt. Seine Frau Lore wurde am 17. Mai 1943 Opfer der Möhnekatastrophe. Ein Jahr später, fast auf den Tag genau, fand man ihren Leichnam am 16. Mai 1944, etwa in Höhe des Anfangs der alten Möhnestrasse am Ortseingang nach Neheim (Moosfelde), im Gebüsch einer Geländemulde. Er war mit Geröll und Laub bedeckt. Von Frau Elli Luhmann wurde die Tote anhand ihrer Schuhe und Ringe eindeutig identifiziert und später in Düsseldorf in der Familiengruft Scheven bestattet.

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