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¬ Die Bruderschaft | Ehrenmitglieder

Karl-Heinrich Tegge

Karl-Heinrich TeggeKarl-Heinrich Tegge wurde am 17. Dezember 1904 auf dem Gut Schönberg in der Altmark geboren. Nach seiner Schulzeit studierte er das Ingenieurwesen. Seine erste Berührung mit Himmelpforten hatte er am Ende des Jahres 1929. Am 5. Juni 1929 verlobte er sich mit Lore Scheven und heiratete sie am 2. Mai 1931. Sein Schwiegervater hatte einen Bruder Friedrich, der einen Nachfolger für das von seinem Vater 1874 gegründete und von ihm selbst bis zum Ende des ersten Weltkrieges mit viel Geschick und grossen Erfolg geführte Abwasserbeseitigung. Der Plan, ihn für dieses Unternehmen zu interessieren, tauchte nach seiner Verlobung auf. Er fragte sich, ob er der richtige Mann für diese Aufgabe war. Er war 24 Jahre alt, hatte aber eine andere Fachrichtung studiert. Er sollte in die Firma eintreten und später die Führung übernehmen. Am 16. Mai 1931 wurde Lore Tegge von Friedrich und Lore Scheven in Himmelpforten adoptiert, da deren Ehe kinderlos war. Der Adoptionsplan stammte vom Schwiegervater Scheven. Am gleichen Tag wurde vor dem Notar in Düsseldorf ein Erbvertrag zwischen Friedrich und Lore Scheven abgeschlossen. Am 24.12.1934 verstarb Friedrich Scheven. Das Gut Himmelpforten hatte Karl-Heinrich Tegge und seine Verlobte Lore im Jahre 1929 zum ersten Mal gesehen. Ab 1932 kümmerte er sich intensiv darum. Für die Bewirtschaftung des Hofes wurde ein Verwalter eingestellt. Die Grösse des Gutes betrug 380 Morgen. Von 1933 bis 1947 übernahm Fritz Kersting die Pacht. Nach der Möhnekatastrophe holte Karl-Heinrich Tegge sich Rat bei seinem Wirtschaftsberater Stüzel, ohne den er nichts unternahm. Der Hof wurde so schnell wie möglich wieder aufgebaut, jedoch auf der Höhe des Riesenberges, oberhalb der Möhne. Nach dem zweiten Weltkrieg galt es zwei Unternehmen zu retten, die Firma Scheven und das Gut Himmelpforten. Noch im Jahre 1945 wurde die Altmark und damit Gut Schönberg besetzt. Die Enteignung der Höfe von über 400 Morgen wurde verfügt. Darunter fiel auch der elterliche Hof. Sein Bruder Friedrich kehrte im Frühjahr 1947 aus amerikanischer Gefangenschaft zurück und wurde später Verwalter des neuen Gutes Himmelpforten. Die Wohnbaracken in Neu - Himmelpforten wurden bis zur Silberhochzeit von Karl-Heinrich und Lore Tegge am 2. Mai 1956 zu massiven Häusern umgebaut. In den 70er Jahren wurde das Gebiet "Grosses Stück" von Karl-Heinrich Tegge zum Bauland freigegeben. 1978 wurden die gesamten Ackerflächen und die Geflügelzucht und -mast an den Hof Elmar Trockels aus Hewingsen verpachtet. Damit ging eine 60jährige ära der Familien Scheven und Tegge zu Ende. Die Vereinsfahne von 1922 war 1956 verschliessen und konnte für öffentliche Auftritte nicht mehr getragen werden. Den guten Beziehungen des Brudermeisters Gottfried Hennecke zu Karl-Heinrich Tegge ist es zu verdanken, dass dieser der Schützenbruderschaft eine neue Fahne spendete. Dem verstorbenen Gutsbesitzer Friedrich Scheven verdankt die Schützenbruderschaft ihre erste Fahne aus dem Jahre 1922. Somit wurden beide Schützenfahnen durch die grossherzige Spende der Besitzer des Gutes Himmelpforten gestiftet. Zum Dank für diese grossmütige Spende ernannte die Schützenbruderschaft Karl-Heinrich Tegge 1956 zu ihrem Ehrenmitglied. Karl-Heinrich Tegge verstarb am 23. November 1983.

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