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Königspaar 2011

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
¬ Die Bruderschaft | Einbindung im SSB...


Die SSB Kreisgruppe Soest

Traditionell gehörten die Schützengemeinschaften an Möhne und Lippe dem Verband der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften mit Sitz in Leverkusen an. Es entwickelte sich jedoch kein ausgeprägter Kontakt zur Verbandspitze. Die Schützen fühlten sich in ihrer Arbeit nicht unterstützt. So tauchte bei den Bruderschaften längs der Möhne der Gedanke auf, durch Gespräche mit dem vor Ort beheimateten Sauerländer Schützenbund (SSB), die Fragen einer intensiveren Zusammenarbeit zu besprechen. Initiator war dabei der Oberst der Schützenbruderschaft Körbecke, Dr. Heribert Egen. Aus den gleichen Gründen hatte sich die Schützenbruderschaft St. Hubertus Niederense bereits 1960 als einzelne Vereinigung dem Kreisschützenbund Arnsberg im Sauerländer Schützenbund angeschlossen. Am 20. August 1970 fand ein Gespräch zwischen den Obersten Dr. Egen, Mertin-Pieper und dem Vorstand des Sauerländer Schützenbundes statt. Das Ergebnis war positiv. Und so wurde bereits am 12. Januar 1971 auf einer Vorstandssitzung der Möhne-Bruderschaften einstimmig der Beitritt zum SSB beschlossen. Dieser neugegründeten Kreisgruppe (die Organisation des SSB beruht auf der Basis von Kreisgruppen vor der kommunalen Neugliederung) trat die Bruderschaft Niederense, auf Betreiben des Vorstandsmitgliedes Friedel Junker am 23. August 1971 bei. Kreisoberst wurde Dr. Heribert Egen, Geschäftsführer Schützenbruder Flori, Körbecke. Damit gehörten der Kreisgruppe 11 Bruderschaften an. Das erste Kreisschützenfest wurde in Körbecke gefeiert, das nächste in Delecke. Hierfür gilt ein 3-Jahres-Rhythmus, nämlich Kreisschützenfest - Bundesschützenfest - Schützentreff (interne Bildungsveranstaltung).

Um auch den kleineren Bruderschaften die Durchführung eines Kreisschützenfestes zu ermöglichen, wurde 1974 überlegt, ein Festzelt für die Kreisgruppe anzuschaffen. Diese Vorhaben liess man jedoch wieder fallen. Jährlich treffen sich die Bruderschaften ausserdem zweimal zu Delegiertenversammlungen an wechselnden Orten im Frühjahr und Herbst. 1977 wurde der Kreisvorstand neu gewählt und durch Zuwahl eines Stellvertretenden Kreisobersten ergänzt. Kreisoberst und Geschäftsführer wurden wiedergewählt, Stellvertretender Kreisoberst wurde Friedel Junker von der Schützenbruderschaft St. Hubertus Niederense. Mit der Wahl eines neuen Geschäftsführers im Jahre 1979 hatte die Kreisgruppe keinFriedel Junker (Mitte) mit F.-J. Gerlach (links) und Klaus LenzeGlück, der zunächst Gewählte trat sein Amt erst gar nicht an, der Nachfolger übte sein Amt nur ein Jahr aus, als Dritter wurde Schützenbruder Josef Hillebrand, Körbecke, gewählt der das Amt dann bis 1991 innehatte. Als sein Nachfolger wurde Schützenbruder Klaus Lenze, Niederense, gewählt. Josef Hillebrand wurde zum Dank für seine Verdienste mit dem "Orden für besondere Verdienste" ausgezeichnet. Die Schützenbruderschaft Niederense war im Laufe der Jahre viermal Gastgeber für Veranstaltungen der Kreisgruppe: 1979 mit dem Kreisschützenfest, 1991 sowohl mit der Delegiertenversammlung als auch einem weiteren Kreisschützenfest, schliesslich 1996 mit der Feier zum 25-jährigen Bestehen der Kreisgruppe. Darüber wird später noch berichtet. Beim Kreisschützenfest 1991 war die Kreisgruppe durch Beitritt von 6 Bruderschaften aus dem Lippetal auf 17 Vereinigungen angewachsen. Zu diesem Fest kamen nicht nur alle 17 Bruderschaften der Kreisgruppe nach Niederense, sondern als Gastvereine auch alle Bruderschaften der Grossgemeinde Ense: Bremen, Höingen Hünningen-Lüttringen, Oberense, Sieveringen und Waltringen. Insgesamt mehr als 1000 Schützen feierten ein ebenso stimmungsvolles wie geselliges Fest. Die Schützenbruderschaft Niederense hatte auch noch das Glück, dass ihr König, Schützenbruder Dirk Obermeier mit dem 145. Schuss Kreiskönig wurde. Er erwählte sich Tatjana Orth aus Höingen zu seiner Königin. Die Gastkönige mussten zum Ehrenscheibenschiessen antreten. Hier siegte der Schützenkönig Ulli Westhoff aus Oberense. Der Wortgottesdienst, ein kilometerlanger Festzug, Parade, Festreden usw. waren die weiteren Höhepunkte des Festes. Die Reihe der Ehrengäste die Kreisoberst August Möllenhoff in Niederense begrüsste war lang: den Kreispräses Alfons Dicke, die Pfarrer Josef Dohmann, Franz Forsthaus und Roland Lichterfeld, den Präsidenten der Europäischen Gemeinschaft der Schützen (EGS), ihren Stellv. Präsidenten Albert Lanclast (beide aus Eupen Belgien), ihren Vizepräsidenten Wilhelm Haake und Regionalsekretär Josef Schmidt, die stellv. Bundesobersten des SSB Bernd Hellwich, Konrad Thiemeyer und Friedel Ruthenberg, sowie Bundesgeschäftsführer Peter Hengesbach, Landrätin Karin Sander, MdL Eckhard Uhlenberg, Bürgermeister Clemens Tillmann, stellv. Bürgermeisterin Doris Keyselitz, den Beigeordneten Friedhelm Böhmer, sowie die Vertreter der Niederenser Ortsvereine.

In ihren Ansprachen stellten die Festredner die Bedeutung des Schützenwesens für die heutige Zeit heraus. Erinnert wurde aber auch an die Geschichte der Bruderschaften. Kreisoberst August Möllenhoff sagte:August Möllenhoff Ehrenoberst der Kreisgruppe Soest

"Aus alter Wurzel neue Kraft für Glaube, Sitte, Heimat. Dieser Spruch hat auch eine alte Bedeutung. Brauchen wir doch in diesen Tagen, in denen Zeitgeschehen und weltgeschichtliche Ereignisse sich einander den Rang ablaufen, Markierungspunkte, um nicht von den rasanten Abläufen überrollt zu werden. Die von den Schützen selbst gelegte "Messlatte", sprich Glaube-Sitte-Heimat, ist uns immer wieder Verpflichtung, einander beizustehen und zu helfen, damit diese hohen Ziele nicht unterlaufen werden. Tragen wir Sorge dafür, dass der Mensch stets Mittelpunkt und nicht Opfer der Ereignisse ist.ö

Der Präsident der EGS Kurt Ortmann:
"Immer wieder gibt es erneut Werte des Lebens, der Gesellschaft, der Politik und des Glaubens zu schützen. Da gibt es den Gedanken vom geeinten Europa. Der darf nicht in Vergessenheit geraten, sondern muss wachgehalten und gefördert werden. Schützen der europäischen Länder wollen gemeinsam ein friedliches Europa bauen und schützen helfen. Um diese grossen Gegenwartsaufgaben zu bewältigen, haben wir einen Geist der Kraft, und des besonnenen Ernstes von Gott zugesagt bekommen. Wer Schützenbruder ist, weiss damit auch zu schützen. Unsere Arbeit kann nur gelingen, wenn die Basis gesund ist. Was nützt ein Dach, wenn es in den Etagen brennt?"

Bezirkspräses Alfons Dicke: "Die grosse Zahl der anwesenden Schützen bei diesem Fest ermutigt zur Hoffnung, dass ein Stückchen Welt verändert werden kann. Das war seit Gründung der Bruderschaften auch ihre Grundbedeutung. Hab und Gut und das Leben der Menschen zu schützen gegen Überfälle von aussen. Schützenbruderschaften boten Gewähr und Sicherheit durch vielfältige Sozial- und Hilfsdienste, Krankenversorgung, Pestbruderschaften, die sich den Ärmsten der Armen, den Todgeweihten und vielfach ausserhalb des Gemeinwesens untergebrachten Menschen widmeten und ihnen zu Dienst standen. Einfach gesagt, das in Gefahr geratene Leben schützen."Kreisoberts F.-J. Kemper und Kreis-GF Klaus Lenze

Brudermeister Friedel Junker: "Es ist uns eine Genugtuung, Ihnen unseren Dienst als Gastgeber anzubieten, dem Fest so einen Rahmen zu geben, der Ihre Erwartungen erfüllt und die Voraussetzung dafür schafft, das dieser Tag der Begegnung der grossen Schützenfamilie gelingt. Isolation führt zu Resignation. Wir Schützen sind Gegner aller Resignation, darum bemühen wir uns in unseren Bruderschaften um Freundschaft und Brüderlichkeit. Darum richten wir unseren Blick auf die Mitmenschen, die noch abseits stehen und der Integration bedürfen, darum versuchen wir den Behinderten und Schwachen unter uns zu helfen. Sorgen wir heute dafür, das unser Fest uns einander näherbringt. Gehen wir auf einander zu lasst uns wahr machen, das wir Schützenbrüder sind und brüderlich miteinander umgehen."

Unter dem Motto "Hilfe für Behinderte" stand die Hutsammlung des Festes. Sie erbrachte 2100 DM für die Kindertagesstätte in Hultrop.

Auf der Delegiertenversammlung im März 1996 stellte sich Friedel Junker nicht mehr zur Wahl. Für seine geleistete Arbeit zollte ihm der Kreisoberst August Möllenhoff Respekt und würdigte ihn als einen der drei Gründungsväter der Kreisgruppe Soest Für sein jahrzehntelanges Engagement im Kreisschützenbund Soest, so wie auch für sein Engagement im Bundesvorstand überreicht August Möllenhoff Friedel Junker ein Buchgeschenk, denn der vom SSB zu vergebenden Orden hatte er in den vergangenen Jahrzehnten bereits erhalten. Friedel Junker dankte allen Schützen und erklärte den Anwesenden, dass es für ihm immer ein besonderes Erlebnis war, das freundschaftliche Miteinander in den Bruderschaften der Kreisgruppe Soest im SSB zu erleben. Er bedankt sich bei allen Schützenbrüdern für die erfahrene Unterstützung.
SSB-Kreisgruppe Soest mit Kreiskönig 2005
Danach schlägt Kreisoberst August Möllenhoff als Stellvertretern Kreisoberst Franz Josef Kemper von der Schützenbruderschaft St. Luzia Echtrop vor. Als nachrückender Beisitzer für Franz Josef Kemper schlägt er den Brudermeister der St. Hubertus Schützenbruderschaft Hewingsen, Franz Tunecke, vor. Beide werden gewählt. Der Kreisschiessmeister Hans Dümpelmann wünscht sich, wie auch der Vorstand der Kreisgruppe, mehr Resonanz für den Schiesssport. Daher sollen Ehrungen der einzelnen Sport- und Hobbydisziplinen auf die jeweiligen Schützenfeste verlegtwerden, an denen die Sieger mitfeiern. Die Kreisgruppe Soest feierte am 11.05.1996 in der Niederenser Hubertushalle ihr 25jähriges Jubiläum. Kreisgeschäftsführer Klaus Lenze, zugleich auch stellvertretender Brudermeister der St. Hubertus Schützen, begrüsste die 17 Bruderschaften. Nach der Eucharestiefeier zogen die Abordnungen in die Hubertushalle. Alsdann folgte die Begrüssung durch Kreisoberst August Möllenhoff. Als Ehrengäste wurden die ehemaligen Kreiskönige, der amtierende König Bernhard Schröder, der CDU Landtagsabgeordnete Eckhard Uhlenberg, Bürgermeister Clemens Tillmann, der Landrat des Kreises Soest Wilhelm Riebniger sowie die Gemeindedirektoren aus Ense und Lippetal genannt. Die hervorragende musikalische Untermalung besorgten der Spielmannszug Niederense und der Musikverein Höingen. Das anschliessende Grusswort des Stellvertretenden Bundesobersten Bernd Hellwig, vom SSB, stimmte die Gäste in der gefüllten Niederenser Hubertushalle ein wenig nachdenklich. Er ging auf die gegenwärtige Bedeutung der Schützenvereine und Bruderschaften ein. Es klangen Erinnerungen an die Vergangenheit an, in der es nicht so viel Orientierungslosigkeit wie heute gegeben habe. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass die Schützenbruderschaft der Verein der Vereine sei, ein aktives Handeln sei gefragt, um auch in Zukunft Menschen zusammenzuführen zu können. Zum unterhaltsamen Teil des Jubiläumsabends war der Auftritt des Bauchredners "Lilly & Ette" ein erhebender Glanzpunkt. Der zuvor in den Ansprachen betonte soziale Auftrag der Schützen wurde von den Teilnehmern mit einer Spende von 800 DM für die Kindertagesstätte Hultrop unter Beweis gestellt. Der Vorstand der Kreisgruppe Soest im SSB bestand im Jahre 1997 aus folgenden Personen:

Kreisoberst August Möllenhoff, Geschäftsführer Klaus Lenze, Kreisschiessmeister Bernhard Linnhoff, Beisitzer Peter Ariann, BeisitzerFranz Tunecke.




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