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Königspaar 2011

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
¬ Die Bruderschaft | Die Hubertushalle

Der Anfang

Aus dem Protokoll vom 25. August 1922 geht hervor, dass in der Generalversammlung der Schützenbruderschaft St. Hubertus Niederense bei der Gemeinde Niederense ein Antrag eingereicht wurde, ihr einen Festplatz in Grösse von 2 Morgen, hinter dem Transformatorenhaus zu überlassen. Diesem Antrag wurde 1923 von der Gemeinde stattgegeben und ein Zuschuss von 363.000 Mark gewährt. Im nächsten Jahr wurde dem Vorstand die Bepflanzung des Festplatzes und der Bau eines Trinkzeltes übertragen. Das Trinkzelt war zum Schützenfest 1928 fertig. Für die Anschaffung von Tischen und Bänken wurde ein Baukredit von 5000 Mark genehmigt und ein Baukomitee gegründet. Dieses bestand aus folgenden Personen:
Heinrich Schulte, Franz Gockel, Heinrich Hellmann, Josef Nübel, Franz Floret, Fritz Wittmers und Heinrich Schnieder.
Der Schützenplatz wurde mit Ulmen, Linden, Ahorn und Kastanien bepflanzt. 21 Schützenbrüder stifteten hierfür einen Baum. Das Leihzelt kostete in den ersten Jahren 35 Mark, in den 30er Jahren 250 Mark einschliesslich An-und Ablieferung. Der Schützenplatz wurde mit einer Hecke eingefasst. Auch sie wurde gestiftet. In den Kriegsjahren ab 1942 wurde die Halle für ein Gemeinschaftslager der Ostarbeiter von 41 Personen der Firmen Heimann, Schiermeister & Junker, Hennecke und RLE benutzt. Die Pachtverträge wurden von der Versammlung angenommen. Die Originale sind noch vorhanden.


Die Nachkriegsjahre

Die Möhnekatastrophe am 17. Mai 1943 schwemmte die Halle und alle Anlagen auf dem Schützenfestplatz weg. Nach dem Krieg musste die Schützenbruderschaft einen völlig neuen Festplatz schaffen. Auf dem Schützenfest 1951 wurde ein Überschuss von ca. 1.300,00 DM erwirtschaftet. Dieser Überschuss wurde zur Errichtung des Festplatzes und zum Bau einer Klosettanlage verwandt. Franz Suermann lieferte das Festzelt bis 1953, danach die Firma Hoff Holtum, und kostete 1957 DM 545, 1965 DM 1.350 und 1973 DM 2.450. Als die RLE den Saal der Bahnhofsgaststätte Jost Anfang der 50 er Jahre kündigte, drohte die Turnabteilung des Turn-und Sportvereins aus diesem Grund zu zerfallen. Das war der Anstoss zum Turnhallenbau. Eine solche Halle zu bauen, war sicher zur damaligen Zeit eine mutige Idee, die der 1. Vorsitzende des TUS Niederense, Fritz Schiermeister, aufgriff. Selbst die Städte ringsherum konnten nach dem Krieg eine solche Anlage nicht aufweisen. Seine guten Beziehungen zu offiziellen Stellen des Sports und der Regierung, die schliesslich dieses Projekt ebenso wie die Gemeinde Niederense und ihre Bürger finanziell unterstützten, machten das Vorhaben tragbar. Der Tus Niederense, als Initiator, stellte den Antrag an die Behörden, während die Gemeinde Niederense die Trägerschaft übernahm. Nach langwierigen Verhandlungen konnte der Grundstein gelegt werden. Zuschüsse wurden damals gezahlt von der Regierung Arnsberg, vom Deutschen Turnerbund, vom Westfälischen Fussballverein und es gab ein Totodarlehen.


Neubau 1956

In der Generalversammlung vom 08.05.1954 wurde einstimmig beschlossen, eine neue Halle zu bauen. Die Regierung in Arnsberg bewilligte im April 1955 30.000 DM. Damit war der Grundstein für die neue Turn- und Sporthalle gelegt. Der Baubeginn war April 1956. Unter rastlosem Einsatz aller Mitglieder und Männer der Gemeinde mit ca. 1400 Arbeitsstunden konnte der Bau vor Schützenfest 1957 vollendet werden. Die Bauaufsicht lag hauptsächlich in den Händen von Fritz Schiermeister und Anton Plasswilm. Bei den Firmen Heimann und Schiermeister & Junker wurden 2 Jahr lang monatlich 2,00 DM vom Lohnkonto für die Turnhalle einbehalten. Bei den anderen Familien gingen freiwillige Helfer monatlich vorbei und sammelten den Betrag. Neben dem Bau der Kirche ist dieses wohl mit die grösste Gemeinschaftsleistung, die unsere Gemeinde aufgebracht hat. Am Dienstag, den 01.07.1957, wurde die neuerbaute Turn- und Sporthalle feierlich ihrer Bestimmung übergeben. An der Feier nahmen zahlreiche Ehrengäste, Gemeindeglieder und Einwohner des Amtes Bremen teil, unter ihnen Landrat Blume, Amtsbürgermeister Tillmann, Amtsdirektor Melchers, Amtsdirektor a. D. Wittmers und Lehrer Knauer als Vertreter des Schulrats Sperlbaum. Dechant Berges weihte die Halle kirchlich ein und überbrachte dabei die Grüsse und Segenswünsche der katholischen Pfarrgemeinde Niederense, während Pastor Bluhm Bremen den Gruss der evangelischen Gemeinde entbot. Die neue Turnhalle war so gestaltet, dass sie sich harmonisch in die Landschaft einfügt und zum anderen auch im Inneren einen ästhetischen Eindruck bot. Dazu trugen der prächtige, moderne Kronleuchter mit Neonröhren, die beiden Neon-Lichtbänder, die sich unter der Decke entlangzogen und das farbige Wappen der Gemeinde Niederense bei. Nach dem Festmarsch "Tochter Zion"eröffnete Dechant Berges die Feierlichkeiten mit einer kurzen Ansprache, in der er darauf hinwies, dass hier die Dorffamilie ein Haus weihen lassen wolle, das sie selbst gebaut habe, um den Kindern und Jugendlichen einen würdigen Raum für die Leibesertüchtigung zu geben. Dieses Haus sei aus einem vorbildlichen Gemeinschaftssinn heraus entstanden, auf dem sichtbar der göttliche Segen geruht habe. Diesen Segen für immer auf die Halle herabzuflehen, sei der Sinn der Weihe. Bürgermeister Heimann eröffnete den weltlichen Teil der Festlichkeiten mit seiner Begrüssungsansprache, in der er vor allem den beteiligten Stellen und Personen Dank für ihre Hilfe und Unterstützung bei der Vollendung dieses für eine kleine Gemeinde schwierigen Werkes darbrachte. Wenn sich, wie er hoffe, das innerhalb der Gemeinde geknüpfte Band durch die Halle noch weiter festigen würde, habe diese grosse Arbeit ihre schönste Sinngebung erfahren. Auch Landrat Blume ergriff kurz das Wort. Niederense habe wieder einmal eine schöne Gemeinschaftsleistung zustande gebracht, auf die alle stolz sein könnten. Die Jugend der Vertriebenen innerhalb der Gemeinde Niederense erfreute im weiteren Verlauf des Programms die Besucher mit schönen Reigen und Volkstänzen. Dann zeigte die Sportjugend unter der Leitung von Turnwart Böhmer ihr Können im Bodenturnen und am Barren. Besonders eindrucksvoll waren die Leistungen der Spitzenturner der Sauerländer Gauriege im Bodenturnen am Barren und am Reck. Für ihre Verdienste wurden Fritz Schiermeister, Anton Plasswilm und der Bürgermeister der Gemeinde Niederense, Theo Heimann, 1957 von der Schützenbruderschaft zu Ehrenmitgliedern ernannt. In den Jahren nach 1964 wurde immer wieder nach der Erweiterung der Halle nachgefragt. Erst im November 1970 wurde von der neugegründeten Gemeinde Ense zu einer Besprechung über die Erweiterung der Turnhalle eingeladen.

In der Frühjahrsversammlung 1973 wurde die Erweiterung der Halle und der Kauf von der Gemeinde Ense beschlossen. Nachstehend die Vereinbarung mit der Gemeinde Ense:
Vereinbarung vom 17.11.1970

zwischen:
a ) der Gemeinde Ense
b ) der Schützenbruderschaft ST. Hubertus 1824Niederense in Ense-Niederense

§ 1

Die Gemeinde Ense hat der Schützenbruderschaft durch notariellen Vertrag vom 6. 07. 1973 die Gemeindehalle mit einem etwa 1.612 qm grossem Grundstück kostenlos übertragen. Dieser Vertrag bedarf zu seiner Rechtswirksamkeit noch der Genehmigung der kommunalen Aufsichtsbehörde.

§ 2

Die Halle ist von der Schützenbruderschaft ausschliesslich als Feierhalle für den Ortsteil Niederense der Gemeinde Ense vorgesehen. Sie wird hinsichtlich des Zustandes und der Grösse den Anforderungen an eine Feierhalle für den Ortsteil Niederense nicht mehr gerecht. Da die Schützenbruderschaft über nennenswerte Eigenmittel nicht verfügt, sind die Mitglieder der Schützenbruderschaft bereit, für die Erweiterung bzw. Verbesserung der Halle Eigenleistungen zu erbringen und Geldmittel aufzubringen. Diese Leistungen der Schützenbrüder reichen jedoch für den notwendigen Ausbau der Halle nicht aus.

§ 3

Die Gemeinde Ense stellt daher auf Beschluss des Gemeinderatesder Schützenbruderschaft für die vorgesehene Verbesserung und Erweiterung der übertragenen Halle einen Zuschuss in Höhe von 100.000,00 DM ( in Worten einhunderttausend DM ) zur Verfügung. Der Zuschuss wird mit je 50.000,00 DM in den Jahren 1974 und 1975 gezahlt. Nach Abschluss der Baumassnahme ist der Gemeinde nachzuweisen, dass derZuschussbetrag zweckentsprechend verwandt worden ist.

§ 4

Die Schützenbruderschaft verpflichtet sich, die erweiterte und verbesserte Halle für alle Veranstaltungen der örtlichen Vereine und für Veranstaltungen, an denen die Gemeinde ein Interesse hat, gegen angemessene Vergütung bereitzustellen.

§ 5

Die Schützenbruderschaft verpflichtet sich weiter, die Halle dauernd als Feierhalle bereitzustellen. Sollte die Halle aus wirtschaftlichen oder sonstigen Gründen für Feierzweckenicht mehr in Betracht kommen, steht der Gemeinde Ense das Vorkaufsrecht zu. Falls die Gemeinde von dem Vorkaufsrecht Gebrauch macht, ist bei der Bemessung des Kaufpreises die kostenlose Übertragung des Grundstücks und die Zuschussgewährungvon 100.000,00 DM angemessen zu berücksichtigen.

§ 6

Jede Vertragspartei erhält 2 Ausfertigungen dieser Vereinbarung.

Gemeinde Ense
gez. Eickenbusch


Nachdem die Gemeinde Ense der Schützenbruderschaft St. Hubertus Niederense die Mehrzweckhalle und ein Grundstück kostenlos übertragen hatte, machte sich der Vorstand der Bruderschaft Gedanken und Pläne, mit dem Architekten Ferdinand Granzeuer, über das Ausbauen und Erweitern der Halle. Brudermeister Hans Puppe, Friedel Junker und Friedel Hering machten einen Besuch bei Herrn Theodor Heimann Sen. wegen Rückendeckung des Anbaues. Er hörte sich ihre Gedanken an, sah ihre Pläne und Zeichnungen durch und sagte "Hans lot gon". Diese entscheidenden Worte waren für den Schützenvorstand ausschlaggebend, um die Mehrzweckhalle umzubauen. Die Pläne und Unterlagen konnten nun bei der Baubehörde eingereicht werden. In der ausserordentlichen Generalversammlung im August 1973 wurde der geplante Umbau durch Pläne dargestellt und vom Architekten Ferdi Granzeuer erläutert. Die voraussichtliche Bausumme betrug DM 307.000. Jeder Schützenbruder sollte 360 DM für den Anbau spenden. Man einigte sich auf 180 DM und 10 Arbeitsstunden. Es wurde beschlossen, ab August 1973 mit der Sammlung von DM 180 bei den Schützenbrüdern zu beginnen. Durch den Vorstand sollten Dauerauftragsformulare vorgelegt werden, in denen der entsprechende Betrag in monatlichen Raten oder in einer Summe vom Konto überwiesen werden sollte. Herr Willi Köhler übernahm das Baukonto und berichtete regelmässig in den Versammlungen über die Finanzen. Ein Bauausschuss aus Vertretern aller Ortsvereine wurde gebildet, der die Planung und Durchführung des Hallenbaues vorbereitete. Die Bausumme von 307.000 DM sollte wie folgt aufgebracht werden:
  • Sammlung bei den Schützenbrüdern in Höhe von DM 10 mtl. für 1 ½ Jahre 72.000 DM
  • Beitrag der Gemeinde Ense 100.000 DM
  • Manuelle Eigenleistung der Mitglieder 10 Std. (a DM 10) pro Mitglied = 40.000 DM
  • Die Gebühren für Statiker und Architekt werden als Spenden angesetzt 9.000 DM
  • Von der Bruderschaft soll ein Darlehen aufgenommen werden
  • für Material und Sachspenden werden angesetzt DM 26.000.

Zu den Arbeiten an der Halle wurden die Schützenbrüder straßenweise von Friedel Hering eingeteilt und bestellt. 25 bis 30 Arbeiter waren samstags zur Stelle. Um samstags länger arbeiten zu können, hatte sich Frau Bauten bereit erklärt, zu kochen. Friedel Hering organisierte bei den heimischen Geschäften und Metzgern die Fleisch- und Wurstwaren.

Am 12.01.1974 begann der Vorstand mit den Helfern Antonius Schickhoff und Josef Hellmann mit dem Anfertigen der Holzbinder im Sägewerk Hennecke. Diese Holzbinder mit einer Länge von ca. 10 m und ca. 1 m Höhe, wurden nach einer Vorlage von beiden Seiten zusammen genagelt. Hierbei mussten die Nägel und das Holz eine bestimmte Stärke und Länge haben, die von dem Statiker berechnet worden war. Die Nägel wurden für diesen Zweck von der Firma Th. Heimann angefertigt. Das Holz wurde von der Firma Heimann bei der Holzhandlung Rademacher in Hüsten bestellt und gestiftet. Fürdas Anfertigen des ersten Binders wurde ein ganzer Samstag benötigt, hinterher wurden zwei bis drei Binder an einem Abend genagelt. Die Firma Lenze in Hüsten hatte 1973 eine Halle abgerissen. Dieses Material, vorwiegend Eisenträger, wurde von Brudermeister Hans Puppe nach Niederense geholt. Was an Eisen nicht besorgt werden konnte, wurde bei der Firma Eisen-Schulte in Neheim bestellt. Die ganzen Eisenträger wurden nach der Firma Th. Heimann geliefert. Dort wurden sie von Vorstandsmitgliedern und Helfern zugeschnitten, bearbeitet und geschweisst. Die Arbeiten wurden teilweise auch während der Arbeitszeit durchgeführt. Der Hof der Firma war eine grosse Baustelle. Die Zwischenräume wurden von den heimischen Maurern ausgemauert. Am 9.06.1974, morgens um 3 Uhr, fuhren zwei LKW ( Seeliger und Schlünder) nach dem Dortmunder Hafen, um Baumaterial zu holen. Aufgeladen wurden Bodenfliesen und Treppenstufen. Diese Aktion wird keiner vergessen, der dabei war. Die ganze rostfreie Farbe, Fasadenfarbe, Innenfarbe und andere Lacke wurden vom Brudermeister Hans Puppe bei der Firma Ruhrlackwerke in Hüsten besorgt. Die Farbe wurde grösstenteils gestiftet.
Die Aluprofile für Fenster und Türen wurden von Heinz Tölle bei der Firma Bröckelmann bestellt. Die Firma spendete anschliessend ca. 25.000 DM . Die Fenster und Türen wurden von Alfons Nordhoff erstellt und eingebaut. Das Einbauen erfolgte kostenlos.
Die Dachdeckerarbeiten wurden von der Firma Gockel ausgeführt.
Die elektrischen Anlagen wurden von den Firmen Adolf Schulze und Hans Schwarz installiert. Das Material wurde bezahlt, die Arbeiten erfolgten kostenlos.
Der Fussboden wurde bei der Firma Hennecke in Werl bestellt und von den heimischen Handwerkern und dem Vorstand verlegt.
Die Nägel für den Fussboden wurden bei der Firma ESJOT hergestellt und gespendet.
Die Fliesenarbeiten verrichteten Hubert Schnieder und Theodor Krengel. Die Verlegung der Fliesen erfolgte umsonst.
Die Innen- und Aussenleuchten der Halle wurden vom Brudermeister Hans Puppe bei der Firma Trilux bestellt und anschliessend gespendet.
Hier muss vor allem der Firma Th. Heimann für ihre Hilfe beim Um-und Anbau der Halle gedankt werden.
Die letzten Arbeiten wurden kurz vor Ankunft der ersten Gäste des Schützenfestes 1974 beendet. Die Aussenanlagen wurden erst nach dem Schützenfest angelegt. Das Schützenfest 1974 konnte in der neuen Halle gefeiert werden, auch wenn nochnicht alle Arbeiten abgeschlossen waren. Die Theken für die grosse und kleine Halle wurden von Theo Gockel 1975 bei der Firma Bayer & Strackbein gefertigt und anschliessend mit einem Tieflader zur Schützenhalle gefahren und eingebaut. Für das Material wurden 1.500 DM bezahlt, das Anfertigen erfolgte kostenlos.
Die Weihe und Übergabe der neuen Schützenhalle am 6.07.1975 ist ohne Zweifel ein Markstein in der Möhnegeschichte. Nachdem die Innen- und Aussenarbeiten 1977 abgeschlossen waren, wurde das Baukonto von Willi Köhler geschlossen.

Die Bausumme betrug DM 291.560.

Hallenmieten

Nach der Fertigstellung der kleinen Halle wurde die Hallenmiete für die einzelnen Räume festgesetzt.

Ab 01. Mai 1976 betrug die Hallenmiete:

Kleine Halle
für Mitglieder und Ortsvereine DM 120
für Fremde DM 170

Grosse Halle
für Mitglieder und Ortsvereine DM 200
für Fremde DM 250

Gesamte Halle
für Mitglieder und Ortsvereine DM 320
für Fremde DM 420

Die ersten Hallenwarte waren Willi Krengel und Ludwig Brinkmann.

Die Hallenmiete wurde 1980 noch einmal neu festgesetzt:

Grosse Halle DM 230,00
Kleine Halle DM 140,00
Speiseraum DM 100,00
Küche DM 50,00

Die Mieten wurden im Februar 2008 neu festgelegt:

Grosser und kleiner Festsaal   225,00 Euro
Grosser Festsaal   140,00 Euro
Kleiner Festsaal   85,00 Euro
Speiseraum    65,00 Euro
Küche   40,00 Euro
Thekenraum grosse Halle   ab 65,00 Euro



Arbeiten seit 1978

Nach einer Reihe von vorbereitenden Gesprächen hat sich der Vorstand der Bruderschaft im August 1978 entschlossen, einen Plan für den Neubau von Küche und Speiseraum der Schützenhalle ausarbeiten zu lassen. Es konnte kein Fachmann eine ausreichend gesicherte Garantie dafür übernehmen, dass der Ausbau der bisherigen Räume im Keller der Schützenhalle ohne nachfolgende Probleme, vor allem im Hinblick auf eindringendes Wasser, bei sinnvollen Kosten gelöst werden könnte. Eine änderung der derzeitigen Situation war unumgänglich aus hygienischen Gründen, wegen bestehender Vorschriften und auch wegen des Zustandes der Räume schlechthin.
In seiner Sitzung am 3. Oktober 1978 entschloss sich dann der Vorstand, dem abgedruckten Plan des Architekten Granzeuer den Vorzug zu geben und danach Anträge zu stellen. Der Baukörper sollte so erstellt werden, dass möglichst viel Eigenleistung erbracht werden konnte, um Kosten zu sparen und eine kurze Bauzeit zu sichern. Es war daran gedacht, den Bau zum nächsten Schützenfest bezugsfertig zu haben. Bei der Eigenleistung ging man davon aus, dass es sich nur um Arbeitsleistung handelt, neue finanzielle Beiträge sollen nicht erhoben werden. Die Schützenbrüder sprachen sich in der ausserordentlichen Generalversammlung mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung für den Erweiterungsbau und die Finanzierung aus.
Mit Antrag vom 5. Oktober wandte sich der Vorstand sodann mit der Bitte um finanzielle Unterstützung an die Gemeinde. Es war erforderlich, den Antrag schnell zu stellen, damit noch Mittel im Etat des Jahres 1979 bereitgestellt werden konnten. Hierbei wurde folgender Finanzierungsplan vorgelegt:

Barmittel DM 10.000
Spenden DM 15.000
Eigenleistung DM 40.000
Darlehen DM 35.000
Gemeinde DM 30.000
Gesamtsumme DM 130.000

Die Gesamtkosten ergeben sich aus folgender Rechnung:

bebaute Fläche 194,10 qm
umbauter Raum 795,81 cbm

Reine Baukosten: 795,81 cbm (DM 1.155 je cbm) = DM 123.350
Baunebenkosten DM 6.650.

Die Gemeinde bestätigte mit Schreiben vom 21.11.1978 gemäss Beschluss des Gemeinderates vom 16.11.1978 einen Zuschuss von DM 26.000.

Lt. Beschluss aus 1978 hatte jedes Mitglied 10 Arbeitsstunden zu leisten.
400 x 10 Std. (a. DM 10) DM 40.000
freiwillige Zusatzleistungen 1100 Std. (a. DM 10) DM11.000

ergeben dieGesamtsumme von DM 51.000

Am 18. Mai 1979 wurde mit dem Küchenneubau begonnen und am 21. Juli wurde der Küchenneubau gerichtet. Mit einem Spezialfahrzeug von der Firma Seeliger wurden die Binder, die bei der Firma Hennecke in Eigenleistung gefertigt wurden, aufgesetzt. Dann wurde das Richtfest gefeiert.
Bis zum Kreisschützenfest in Niederense am 01. bis 02.09.1979 waren die Arbeiten am Küchenneubau abgeschlossen. Der alte Speiseraum im Keller wurde neu gestrichen und als Sektbar eingerichtet.
Die Kosten für Küche und Speiseraum betrugen DM 111.200.
Die Notstromanlage wurde im November in der Halle installiert. Dieneuen Mietverträge für die Benutzung der Hallenräume wurden erstellt und genehmigt, ebenso werden die neuen Mieten für die Benutzung der einzelnen Räumefestgelegt.


Arbeiten seit 1980

Die Schützenbruderschaft hat im Jahre 1981 aus finanztechnischen Gründen eineSchiessgruppe gegründet. Dieser Gruppe wurden der ehemalige Speiseraum und die Küche zur Verfügung gestellt. Das Herrichten der Räume, des Kellers und die Beschaffung der Waffen wurde von der Bruderschaft übernommen. Bis zur Generalversammlung im Frühjahr 1982 sind vom Vorstand und der Schiessgruppe 1530 Stunden Arbeit geleistet worden. Bei einem Stundenlohn von DM 12 macht das eine Summe von 18.360 DM Eigenleistung.

Im Jahre 1983 wurde ein neuer Gasanschluss zur Hubertushalle verlegt, wobei der Vorstand den Graben für die Gasleitung selbst aushob.
Professionell wurde die Bühne im Jahre 1984 umgebaut. Akustik-Techniker Kirchhoff aus Essen, er zeichnete auch für den Umbau der Neheimer Johanneskirche verantwortlich, beriet die Schützen bei den geplanten Arbeiten. Die Massnahme war notwendig geworden, nachdem die bisherige Bühne aufgrund der Erfahrung in den vergangenen Jahren, nicht mehr den hohen Anforderungen für Meisterchor - Konzerte und dem Bühnenspiel von Kapellen entsprach. Die Bauzeit betrug 5 Wochen. Es wurden vom Vorstand 767 Stunden geleistet.
Nach dem Schützenfest 1985 wurde der gesamte Fussboden in der Hubertushalle abgeschliffen, grundiert und gewachst.
Für das Schützenfest 1986 konnte ein neuer Festwirt gewonnen werden. Die Familie Udo Mejerski aus Öestinghausen äusserte den Wunsch nach einem Kühlraum. Dieser Wunsch wurde vom Vorstand beraten und ausgeführt.
Der Weg vor dem kleinen Festsaal wurde mit Verbundsteinen ausgelegt, ebenfalls die Stellfläche der Würstchenbude. Im Jahre 1988 folgten weitere Arbeiten:
Die Westseite der Halle wurde gestrichen, die Pflasterarbeiten auf dem Festplatz wurden fortgesetzt, aus der Poststrasse wurden Verbundsteine geholt, (dort entstand eine Fussgängerzone) der Eingangsbereich der Hubertushalle wurde bis zu dem Garderobenraum mit Klinkern versehen, an der Westseite des grossen Festsaals innen Rollos an den Fenstern angebracht, die Nordseite der Aussenwand mitSchiefer versehen.
1989 ging es daran, hinter der Halle Ordnungsmassnahmen zu schaffen. Hier wurde eine Fahrbahn zur kleinen Festhalle mit Verbundsteinpflaster angelegt, damit die Fahrzeuge bei Materialanlieferungen nicht mehr über die Grünflächen fahren müssen.
Als Abgrenzung zum ehemaligen RLE-Gelände wurde ein Eisenzaun mit einem Tor gesetzt. Für diese Arbeiten leisteten die Vorstandsmitglieder über 1000Stunden Arbeitszeit.
Die Weissenburger-Brauerei lieferte 1988 zum 20. Mal ihr Pilsener Bier. Die Bruderschaft erhielt dafür 5 neue Zapfanlagen, die über einen zinslosen Kredit abgerechnet wurden.
Das Neumitglied Herbert Holländer stiftete 1990 unseren Patron, den heiligen Hubertus, aus Holz geschnitzt. Diese Holzfigur wurde auf einen Sockel in dem grossen Festsaal aufgestellt und von einem Strahler angeleuchtet.
Der kleine Festsaal erhielt ebenso wie der Raum vor der grossen Theke eine neue Beleuchtung und Lautsprecher.
An der Südseite der Hubertushalle wurden 120 Bäume und Büsche (Eichen, Haselnuss, Weissdorn) gepflanzt.
Im Frühjahr 1992 wurde das Seitenteil der grossen Halle fertiggestellt. Die Schiebetüren wurden in Eigenleistung vom Vorstand für 12.000 DM (Angebot der Firma Nüsing aus Münster 36.000 DM) neu erstellt.
Auf dem Fussboden wurden Fliesen verlegt und die Decke neu verkleidet.
Die grossen Pappeln längs des Bahndammes mussten gefällt werden. Der Vorstand führte die Arbeiten aus.
Völlig neu gestaltet wurde der Eingangsbereich zur Festhalle. Das Kartenhaus und die Garage mit Abstellraum wurden in Eigenleistung erstellt. Ebenso ein neues Eingangstor.
Mit dem Umbau der Damentoiletten wurde im November 1992 begonnen. Es musste ein neuer Kanal gelegt werden. Es wurden 10 neue Damen- und eine Behindertentoilette in Eigenleistung bis zum Schützenfest 1993 erstellt. In der Herrentoilette wurde eine neue Holzdecke angebracht.
Der Schiessraum wurde von den Sportschützen renoviert und von der Bruderschaft finanziell unterstützt. Der Schriftzug mit dem Aufdruck "Hubertushalle"wurde am Kassenraum angebracht, gestiftet von der Krombacher Brauerei.
Mit dem Umbau der Herrentoiletten wurde am 14. März 1994 begonnen. Es wurden 10 Becken installiert sowie die Trennwände erneuert. Die Wände und der Fussboden wurden gefliest.
Zum Treffen der ehemaligen Könige am 23. April waren dieHauptarbeiten abgeschlossen.
Die Firma Topas aus Neheim-Hüsten installierte in der Hubertushalle eine neue Mikrophonanlage für 15.000 DM.
Im Frühjahr 1995 besuchte der Kulturausschuss der Gemeinde Ense die Hubertushalle. Die Schützenbruderschaft Niederense hatte einen Antrag um Bezuschussung für Isolierungen eingereicht. Brudermeister Gerlach erläuterte den Antrag. Für die Isolierungsmassnahme bewilligte die Gemeinde 4.425 DM. Es wurden die Fenster der kleinen Halle erneuert und die Attika im Dach isoliert.
An der Strassenfront wurde ein neuer Zaun von der Firma Wedra aus Werl erstellt und ein 2 m breiter Streifen zur Strasse gepflastert.
Der Eingangsbereich und die Bühne erhielten einen neuen Anstrich.
Neue Hinweisschilder aus Holz hat Herr Holländer für Speiseraum, Garderobe, Sprechpult und Sektbar angefertigt und der Schützenbruderschaft gestiftet.
Die Fahnenstangen am Sportplatz gingen in das Eigentum der Bruderschaft über. Sie waren vorher Eigentum der Gemeinde.
In der grossen Festhalle wurden Deckenfluter angebracht.
Im Jahr 1996 wurde das Dach des Speiseraumes neu abgedichtet. Die Holzstühle wurden abgeschliffen und neu gestrichen.
Mit den Umbaumassnahmen des Speiseraums wurde am 27. 08. 1996 begonnen. Die Wände wurden in einer Fachwerk-Optik neu gestaltet, ein Fahnen- und zwei Königsbilderschränke gebaut und die Decke erneuert. In die Decke wurden Abzugskanäle für Frischluft eingebaut. Der Thekenbereich wurde neu gestaltet. Brudermeister Franz-Josef Gerlach dankte vor allem den heimischen Handwerkern und Sponsoren, die es möglich machten, die Unkosten niedrig zu halten.

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